Was ist eigentlich systemrelevant?

Der Wirtschaft muss es wieder besser gehen. Damit hat die Bundesregierung das Konjunkturpaket beschlossen. Mehrwertsteuersenkung, ja ja, Sie wissen schon. Das wird in der Mehrheit begrüßt und nun haben wir wieder eine Aussicht wie es weitergehen kann. Und über die Mehrwertsteuersenkung haben alle etwas davon. Okay, es muss ja auch irgendwie weitergehen. Und die vielen Pleiten, die ins Haus stehen in den Kleinbetrieben und in den mittelständischen Firmen müssen abgefangen werden. Sonst wäre das ein Eigentor, das wir uns nicht leisten können. Und ich hoffe sehr, dass die jetzigen Insolvenzverfahren die angestrengt werden zurückgenommen werden. Insolvenz wegen einem Virus… Ja gehts noch? Ja anscheinend geht das, den man wird das an den Zahlen bei den Insolvenzgerichten gut nachvollziehen können.

Immer wieder wurden kleine Betriebe ungeschützt in die Insolvenz geschickt und großen Betrieben hat man wegen Systemrelevanz die Milliarden hinten reingeblasen. Da kommen böse Gedanken auf, denn Lehmann ist nicht vergessen und andere Schweinereien auch nicht.

Ebenso konnte man an den Zahlen bei den Insolvenzgerichten die dramatische Solarpleitewelle (2012 – 2015) gut nachvollziehen. In den Medien war das kein Thema. Aber diejenigen die damals Insolvenz anmelden mussten, wurden von den Beamten meist mit den Worten, ach, Sie sind also auch einer der vielen aus der Solarbranche, begrüß. Damals wurden ca. 100.000 Arbeitsplätze vernichtet. Systemrelevant war damals wer bitte?

Aber was ist eigentlich systemrelevant? Das Denken des Homo Öconomicus (den es in Wirklichkeit nicht gibt und der nur ein neoliberales Denkmodell ist) scheitert bei der Beantwortung der Frage. Denn System wird immer nur in engen Grenzen gedacht.

Insekten sind systemrelevant

Ja definitiv, wenn etwas systemrelevant ist, dann sind es Insekten und 75% aller Insekten sind inzwischen betroffen. Sie sterben aus. “Wird die Menschheit das sechste große Massenaussterben überleben?”, so heißt die Überschrift eines Artikels von Nationalgeographic, den ich an der Stelle sehr empfehle.

Aber die Sachen sind Hausgemacht und unsere Politiker kaum noch Herr der Lage.

Das Regionalforstamt Soest-Sauerland schreibt:

Das dritte Jahr in Folge leiden unsere Wälder unter der extremen Dürre. Diese Trockenheit macht unseren Bäumen schwer zu schaffen. Das Video zeigt die massiven Borkenkäferschäden in der Fichte. Das Problem jetzt nur auf die Fichte zu beschränken, ist zu kurz gegriffen. In unserem nördlichen Nachbarforstämtern stirbt die Buche im großen Stil. Und das, obwohl dies eine Baumart ist, die in unseren Wäldern wachsen würde, wenn der Mensch nicht eingegriffen hätte. Das heißt, auch die Baumart die hier ursprünglich ist, hat der momentanen Trockenheit wenig entgegenzusetzen. Ebenso leiden andere Laubbaumarten wie z.B. die Eiche unter der Trockenheit.

Als die Fichte vor langer Zeit gepflanzt wurde, herrschte noch ein völlig anderes Klima und der Hintergedanke bei der Pflanzung war eine ausreichende Rohstoffversorgung der nachfolgenden Generationen. Mit dem Sterben der Fichte wird sich nicht nur die Rohstoffversorgung in den nächsten Jahren massiv verändern. Produkte unseres täglichen Gebrauchs werden nicht mehr in dem Maße hergestellt werden können. Auch die Pflanzen- und Tierwelt wird sich verändern und es wird z.B. keine Ameisenhaufen mehr geben, so wie wir sie kennen.

Wir werden euch in den nächsten Monaten verschiedene Standorte vorstellen und zeigen, welche Baumarten bzw. Mischungen von Baumarten dort gepflanzt werden können. Ob unsere Entscheidung richtig sein wird, werden die nachfolgenden Generationen in 50-100 Jahren beurteilen.

Borkenkäfer-Katastrophe

Eine Katastrophe, die nicht enden will! :(Das dritte Jahr in Folge leiden unsere Wälder unter der extremen Dürre. Diese Trockenheit macht unseren Bäumen schwer zu schaffen. Das Video zeigt die massiven Borkenkäferschäden in der Fichte. Das Problem jetzt nur auf die Fichte zu beschränken, ist zu kurz gegriffen. In unserem nördlichen Nachbarforstämtern stirbt die Buche im großen Stil. Und das, obwohl dies eine Baumart ist, die in unseren Wäldern wachsen würde, wenn der Mensch nicht eingegriffen hätte. Das heißt, auch die Baumart die hier ursprünglich ist, hat der momentanen Trockenheit wenig entgegenzusetzen. Ebenso leiden andere Laubbaumarten wie z.B. die Eiche unter der Trockenheit.Als die Fichte vor langer Zeit gepflanzt wurde, herrschte noch ein völlig anderes Klima und der Hintergedanke bei der Pflanzung war eine ausreichende Rohstoffversorgung der nachfolgenden Generationen. Mit dem Sterben der Fichte wird sich nicht nur die Rohstoffversorgung in den nächsten Jahren massiv verändern. Produkte unseres täglichen Gebrauchs werden nicht mehr in dem Maße hergestellt werden können. Auch die Pflanzen- und Tierwelt wird sich verändern und es wird z.B. keine Ameisenhaufen mehr geben, so wie wir sie kennen.Wir werden euch in den nächsten Monaten verschiedene Standorte vorstellen und zeigen, welche Baumarten bzw. Mischungen von Baumarten dort gepflanzt werden können. Ob unsere Entscheidung richtig sein wird, werden die nachfolgenden Generationen in 50-100 Jahren beurteilen.

Gepostet von Regionalforstamt Soest-Sauerland am Sonntag, 24. Mai 2020

Also bitte nicht verzweifeln, Handeln ist nun angesagt. Und sagt es Euren Politikern. 

Sonnige Grüße
Klaus Müller

eemag und Energiewende-Rocken


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Was ist eigentlich systemrelevant? Das Denken des Homo Öconomicus (den es in Wirklichkeit nicht gibt und der nur ein neoliberales Denkmodell ist) scheitert bei der Beantwortung der Frage. Denn System wird immer nur in engen Grenzen gedacht. https://t1p.de/67fb

 

 

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