Grundlast und Dunkelflaute – meine Antwort

Grundlast und Dunkelflaute, die Lichter gehen aus, Blackout, Deindustrialisierung, das sind die Argumente die immer wieder gebracht werden, wenn an den Stammtischen über die Energiewende diskutiert wird. Und für viele scheinen diese Fragen ungeklärt.

Aber jetzt mal ehrlich: Würden deutsche Ingenieuren, wenn sie die Energiewende planen, denn solche Fehler begehen und so wichtige Dinge wie die Dunkelflaute nicht berücksichtigen? Meine Standardantwort darauf ist:

Wie kommen sie auf die Idee, dass deutsche Ingenieure eine Stromversorgung für ein Hochindustrieland wie Deutschland als Zappelstromversorgung abzuliefern würden? Wenn sie den Auftrag bekommen mit erneuerbaren Energien eine Vollversorgung zu entwerfen und das nicht ginge, dann hätten wir einen Aufstand aus deren Reihen. Sie hätten sich längst massenhaft gemeldet und gesagt, das geht nicht.
Sie verkennen die Sache und wollen mir etwas weismachen. Das wäre so ähnlich, wie wenn Autokonstrukteure bei der Aufgabe ein Auto zu entwerfen das möglichst windschnittig ist, statt dessen ein Auto abliefern würden, das einem Kleiderschrank ähneln.
Ihr Kommentar entspricht in etwa dem, was ich mir vorstelle, was die Rollfilmhersteller (Sie kennen noch Agfa, Kodak und so) den Computerchipherstellern für Digitalkameras damals gesagt haben müssen, das wird sich nie durchsetzen, weil es nicht geht. Die Auflösung der Bilder ist viel zu gering.

Diese Stellungnahme hielt dann vielleicht noch 2 Jahre. Danach waren die Rollfilmhersteller pleite, es war bereist zu spät für sie.

Kurzum, es gibt zig Ingenieursstudien, die ganz klar belegen:
a. Die Energiewende funktioniert.
b. Sie wird nicht teurer als das, was wir jetzt haben, eher billiger.
c. Wir werden keine Einbußen haben.
Und keine dieser Studie ist nach meinem Wissen bisher widerlegt worden.
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1364032118303307

Dann gibt es noch die erste weltweite Studie die Aufzeigt, wie die ganze Welt sich mit Erneuerbaren versorgt werden kann.
http://energywatchgroup.org/globales-energiesystem-mit-100-erneuerbaren-energien

Und eine sehr wichtige grundlegende Arbeit dazu ist auch die zum Kombikraftwerk2 am Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE, vormals IWES).
Falls dabei gepfuscht worden wäre, dann wäre mindestens eine der beteiligten Firmen, die Fa. Siemens, die zu den Partnern des Projektes gehören, ausgestiegen.
http://www.kombikraftwerk.de/

Man kann also sicher sein, dass das kein Geschwätz ist, sondern knallharte Ingenieurs- und Technikleistung.

Sonnige Grüße
Euer Klaus Müller

 

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Klaus Müller
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