Klimanotstand statt verfassungswidriger Gasimporte

Pressemeldung der Europäischen Energiewende Community vom 17.12.2022

Think-Tank rund um Energiewende, Klimaschutz und Erneuerbare Energien
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Frankfurt, 17.12.2022

Der völkerrechtsverbindliche Vertrag zur Einhaltung der Pariser Klimaschutzziele sowie das Urteil vom Bundesverfassungsgericht für die Pflicht, die Umweltbedingungen kommender Generationen zu erhalten, verbietet der Bundesregierung und öffentlichen Institutionen die Ignorierung des 1,5 Grad-Ziels.

Ebenso darf es keine Ausbeutung von neuen Öl- oder Gasfeldern in Deutschland und aus anderen Staaten geben. Entsprechende Forderungen aus den Reihen der FDP irritieren; denn sämtliche Verträge, die kontraproduktiv zum Klimaschutz geschlossen werden, sind verfassungswidrig und damit ungültig.

Warum ignoriert die Politik die eindringlichen Warnungen von über 26.000 Wissenschaftlerinnen der Scientists for Future, dem IPCC und renommierten Instituten? Verheerende Katastrophen wie die Flutwelle im Ahrtal belegen eindrucksvoll, dass eine Katastrophe von nationaler Tragweite bevorsteht und wir nur noch wenige Jahre Zeit haben, um Schlimmeres zu verhindern.

Die bereits verabschiedeten neuen Gesetze für mehr Klimaschutz und zur Energiewende sind zwar ein wichtiger Schritt, sie reichen aber nicht aus, um das 1,5 Grad-Ziel in Reichweite zu bekommen; ohne wirksame Sofortmaßnahmen besteht die ernst zu nehmende Gefahr, dass nicht mehr ausreichend sauberes Trinkwasser und genug Nahrungsmittel vorhanden sind.

Daher gehört es gesetzlich verankert, dass ein Energy-Sharing eingeführt wird und sämtliche Ausschreibungspflichten genauso wegfallen wie staatliche Blockaden, beispielsweise die bayrische 10H-Regel. Ein allgemeines Tempolimit, das Verbot für den Verkauf von Gas- und Ölheizungen sowie eine Stärkung der Bürgerenergiegemeinschaften sind selbstverständlich sofort umzusetzen.

Statt wertvollen Ökostrom von Windkraftanlagen und Photovoltaikparks bei Netzüberlastung verpuffen zu lassen, muss dieser Strom für Ökogas, Wärme und für die E-Mobilität genutzt werden. Warum sollen wir noch warten, damit grünen Wasserstoff und Methan zu erzeugen? So könnten wir auch die Gasspeicher sofort füllen!

Die Energieversorgung beim Strom, der Wärme und in der Mobilität muss bis 2030 komplett auf Erneuerbare Energien umgestellt sein. Wie das geht, steht in den Arbeitspapieren der neuen Klimaallianz „Runder Tisch“, an der die Europäische Energiewende Community beteiligt ist.

Mitgliedsorganisationen vom Runden Tisch
Neue Klimaallianz Runder Tisch

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Die Europaeische Energiewende Community ist eine Gruppe rund um Energiewende, Klimaschutz und Erneuerbare Energien.

– Im Online-Magazin eeMAG lesen, publizieren und diskutieren Politikerinnen, Wissenschaftlerinnen, Journalistinnen, hoch qualifizierte Expertinnen, ehrenamtliche Autorinnen, Unterstützerinnen und ca. 20.000 Besucher/Jahr neutrale Fachartikel und aktuelle Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Siehe auch den Notstandsartikel: Gesetze zur Beendigung der Energiekrise Artikel im eeMAG

– In der moderierten Facebook-Fachgruppe sind über 22.000 Mitgliederinnen, davon > 12.000 Klimaschutzaktive pro 28 Tage aktiv

– Der gemeinnützige Verein unterstützt gesellschaftliche Bildungsarbeit und soziale Aspekte der System-Transformation im Energiebereich. Wir waren und sind im Ahrtal aktiv, um die Energiewende mit 100 % Erneuerbare Energien bis 2030 durchzusetzen.

– Wir sind auch eine Mitgliedsorganisation von der neuen Klimaallianz „Runder Tisch

 

 

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Über Juergen Eiselt 12 Artikel
Klimaaktivist von Anfang an - erste Demo gegen Kohlekraftwerke schon Anfang der 1980er Jahre - Ausbildung: - Projektmanager für erneuerbare Energien, inklusive Energieberatungsausbildung - Berufserfahrungen: - Photovoltaikplanungen, Vertrieb und Energieberatungen vor Ort - Kommunikation: Energiefachbuchautor / Publizist - Vorträge und Präsentationen rund um Klimaschutz und erneuerbare Energien - Unterstützung von Umwelt- und Klimaschutzverbände